Tragfähigkeit

Die Tragfähgkeit des Straßenaufbaus wird aus Form und Größe der unter einer definierten statischen Belastung erfolgten Verformung an der Straßenoberfläche bestimmt.

Messdurchführung
Die Durchführung der Messungen erfolgt in Anlehnung an die Arbeitspapiere zur Tragfähigkeit der FGSV. Dabei werden während der Fahrt Messarme in den Radspuren vor den Zwillingsreifen der Hinterachse auf der Fahrbahnoberfläche abgesetzt. Nach Absetzen der Tastarme wird die, von der Last der heranfahrenden Hinterräder verursachte Vertikalverformung der Straßenoberfläche bis 10cm hinter der Radachse erfasst. Die Form der entstehenden Einsenkmulden wird mit bis zu 100 einzelnen Messungen abgebildet.
Zusätzlich werden die Temperatur des gebundenen Oberbaus sowie die Stationierung der Messstellen erfasst. Vorraussetzung für die Messdurchführung ist die Frostfreiheit des Straßenaufbaues und eine Asphalttemperatur zwischen 5°C und 35°C.

Auswertung
Über die festgestellten maximalen Einsenkungen werden in den Radspuren Schwachstellen identifiziert, Erhaltungsabschnitte gleicher Tragfähigkeit definiert und Erneuerungsklassen nach RSTO zugeordnet. Jeder Einzelmessung wird dabei eine Fläche von maximal 5m² zugewiesen. Durch die parallele Untersuchung der beiden Radspuren ist sichergestellt, dass geringere Tragfähigkeiten der Randbereiche nicht auf die gesamte Straßenbereite übertragen werden. Mit Kenntnis der Verkehrbelastung und deren Prognose ist eine Auswertung des Verstärkungsbedarfs über die Nutzungsdauer möglich. Die Auswertung erfolgt nach dem Arbeitspapier „Tragfähigkeit von Straßenbefestigungen“, FGSV bzw. der Schweizer Norm 670733b „Erhaltung von Fahrbahnen“.

Durch die exakte Aufnahme der Setzungsmulde ist es möglich mit Kenntnis der Schichtdicke des gebundenen Oberbaus über Rückrechnung nach der Mehrschichttheorie die E-Module des gebundenen Oberbaus und des Unterbaus zu berechnen. Unter Berücksichtigung der Verkehrbelastung kann damit das Verhalten des Straßenaufbaus über die Zeit simuliert werden.

Dokumentation
Die Ergebnisse werden in Tabellenform zusammengefasst und in Ergebnisbändern graphisch dargestellt. Bei Bedarf können die Ergebnisse in Geo-Information-Systeme oder in Datenbanken integriert werden.





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